Zusatzqualifikation zum/zur Facherzieher/in für Teilhabe und Inklusion

Als Expert/innen für die pädagogische Arbeit in Inklusionsgruppen stehen Sie vor der Aufgabe, alltagsintegrierte inklusive Bildungsangebote zu gestalten. Wir bereiten Sie in diesem Kurs handlungsorientiert und praxisnah auf eine solche Tätigkeit vor. Sie können bei uns die folgenden Kompetenzen erwerben:

  • Ressourcen und Kompetenzen betroffener Kinder gezielt nutzen und fördern.
  • Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten darin unterstützen, ein positives Selbstbild zu entwickeln.
  • Förderdiagnostische Kompetenzen im Rahmen sozialpädagogischer Gruppenarbeit.
  • Handlungskompetenz bezogen auf das Verfahren zur Aufnahme und Betreuung von Kindern mit besonderen Bedarfen in Berliner Kitas und in der Ganztagsbetreuung.
  • Ausgrenzungs- und Stigmatisierungsprozesse verhindern.
  • Die Familien beraten und unterstützen.
  • Im Team und in der Kooperation mit Fachdiensten eine klare und konstruktive Haltung einnehmen.

Anforderungen für Zertifikat:

  • Teilnahme an mind. 90 % der Präsenzzeiten
  • Bestandener Praxisbericht
  • Erfolgreiche Teilnahme am Fachgespräch
  • Vorlage der staatlichen Anerkennung als Erzieher/in (Trifft dies nicht zu, wird ein Zertifikat als anerkannte Fachkraft für Teilhabe und Inklusion erstellt.)

Modul 1: Die Entwicklung der inklusiven Erziehung, Bildung und Betreuung aus historischer, (inter-) nationaler und rechtlicher Perspektive
  • Historische Entwicklung des Inklusionsgedankens
  • Die Prinzipien der Exklusion, Separation, Integration, Inklusion, Intersektionalität
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Verfahren zur Aufnahme und Betreuung von Kindern mit Behinderungen in Berliner Kitas und in der Ganztagsbetreuung
  • Verfahren für die Gewährung zusätzliche sozialpädagogischer Förderungen
  • Auseinandersetzung mit unterschiedlichen pädagogischen Ausrichtungen in Bezug auf Inklusion, Heterogenität der Gruppen sowie dem Ansatz von Diversity-Pädagogik
  • Modul 2: Menschliche Entwicklung: Vertiefende Aspekte kindlicher Entwicklung unter Berücksichtigung von Inklusion
  • Menschenbilder, Bild vom Kind in verschiedenen pädagogischen Handlungskonzepten und im Berliner Bildungsprogramm
  • Entwicklungsmodelle und entwicklungspsychologische Ansätze
  • Entwicklungsstörung, -verzögerung, -auffälligkeit, Behinderung und Krankheit als Ergebnis sozialer Bewertungsprozesse, Ursachen und Wirkungen
  • Meilensteine der Entwicklung
  • Bindung und Resilienz
  • Aspekte des Selbstwertgefühls und dessen Stärkung
  • Modul 3: Individuelle Entwicklungsverläufe, Behinderungen und Teilhabe- / Fördermöglichkeiten
  • Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklungsverläufe
  • ausgewählte, häufig vorkommende Beeinträchtigungen / Ursachen, Symptomatik, Diagnostik, Therapie und Hinweise für die Betreuung und pädagogisches Handeln in Kindertageseinrichtungen und Schulen
  • Sinnesbehinderungen
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Down-Syndrom
  • Autismus, autistisches Spektrum
  • Fetales Alkoholsyndrom
  • Alltagsintegrierte pädagogische Förderansätze und Angebote
  • fallbezogene Kind- Umfeld – Analyse als Grundlage für Teilhabe- und Fördermöglichkeiten/ Leitfaden für die Kind- Umfeld- Analyse
  • Modul 4: Hospitation
  • Gegenseitige Hospitation in jeweils anderen Arbeitsfeldern
  • Einblicke in die Umsetzung inklusionspädagogischer Aspekte in den jeweils anderen Einrichtungsformen, Kita oder Ganztagsschule
  • Modul 5: Beobachtung und Beobachtungsverfahren / teilhabeorientierte Förderplanung
  • Grundlagen der menschlichen Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit
  • Analyse von Beobachtungssituationen
  • Übersicht und Erprobung diverser Beobachtungsinstrumente
  • Grundlagen zum Erstellen eines Entwicklungsberichts über ein Kind
  • interprofessionelle Förderplanung
  • Arbeiten mit dem Berliner Teilhabe- und Förderplan und der Handreichung für die Ganztagsschule
  • Pädagogische Planungen teilhabe- und ressourcenorientiert entwickeln / SMART
  • Erstellen von Netzwerkkarten
  • Modul 6: Pädagogische Methoden für die inklusive teilhabeorientierte Arbeit mit heterogenen Gruppen
  • Heilpädagogische Methoden, Material und Raumgestaltung nach Maria Montessori/Reggio- Pädagogik und Emmi Pikler
  • Vorteile der Jahrgangsmischungen für inklusive Prozesse nutzen
  • Barrierefreie und ansprechende Bildungsräume
  • Integrative Fördermethoden: z.B. Situationsansatz, Spielbegleitung, unterstützende Anwesenheit, Gestaltungsmaterialien bereitstellen, Ideen der Kinder aufzunehmen
  • Exemplarische Projektplanungen mit heterogenen Gruppen
  • Aktive Intervention gegen Aussonderungs- und Stigmatisierungsprozesse, der Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung (Anti Bias)
  • Ausbildung von Minilotsen in der Kita oder Konfliktlotsen in der Ganztagsschule
  • Modul 7: Inklusives teilhabeorientiertes Arbeiten in Team und Organisation als Aufgabenbereiche der Facherzieherin/ des Facherziehers für Teilhabe und Inklusion
  • Aufgaben, Rollenverständnis, Methoden und Techniken für die Weitergabe von Fachwissen und Fachkompetenzen
  • Organisation und Leitung von Fachgruppen, Fortbildungen und kollegialen Fallberatungen zum Thema Teilhabe und Inklusion innerhalb der Einrichtung
  • Konzeptionelle Arbeit zu Teilhabe und Inklusion in der Einrichtung
  • Arbeiten mit dem Leitfaden Index für Inklusion
  • Modul 8: Familienorientierte Ansätze für die inklusive teilhabeorientierte Arbeit
  • Die besondere Situation von Familien (Eltern und Geschwister) mit Kindern, die von einer Entwicklungsbeeinträchtigung betroffen sind
  • Beziehungsgestaltung zu betroffenen und beteiligten Familien
  • Diverse Familienkulturen, Werte, Traditionen, Sprache, Erziehungsvorstellungen
  • Konzepte der Familienberatung, Familienhilfe und Partizipation
  • Gestaltung von Gesprächssituationen
  • Familien als Ressourcen und Experten in der Kita und im Ganztag
  • Modelle von Krisen-, Trauer- und Bewältigungsstrategien
  • Modul 9: Interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung in der Inklusiven und teilhabeorientierten Arbeit
  • Kooperation mit Akteuren am Kind
  • Kooperation mit Akteuren öffentlicher Einrichtungen/Ämter
  • Kooperationen mit Fachexpert/innen
  • Einbindung therapeutischer Maßnahmen in die Kita oder Schule und Zusammenarbeit mit Einzelfallhelfer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Therapeut/innen
  • Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule
  • Teilhabefachdienst, Jugendamt, SIBUZ Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum, SPZ Sozialpädiatrisches Zentrum
  • Modul 10: Vorbereitung auf die Abschlussleistung
  • Seminar zur Vorbereitung und Erstellung des Praxisberichtes
  • Der Praxisbericht beinhaltet ein inklusionspädagogisch bedeutsames Thema
  • Vorbereitung und Präsentationsformen zum Fachgespräch
  • telefonische individuelle Beratung zum Praxisbericht und Fachgespräch
  • Selbstorganisiertes Lernen (SOL) zum Schreiben des Praxisberichtes
  • Partizipation und Inklusion

    Fröhliche Kinder verschiedener Herkunft halten Setzlinge in ihren Händen
    Zielgruppe
    Erzieher/innen
    Kindheitspädagog/innen
    Lehrer/innen
    Pädagog/innen
    Pädagogische Fachkräfte
    Pädagogische Teams
    Personen aus qualifizierten Berufen ohne Hochschulabschluss
    Sozialarbeiter/innen
    Sozialassisten/innen
    Sozialpädagog/innen
    Umfang

    228 h

    Termin/e
    18.06.2025
    – 20.06.2025
    14.07.2025
    – 16.07.2025
    27.08.2025
    – 29.08.2025
    22.09.2025
    – 24.09.2025
    13.10.2025
    – 14.10.2025
    17.11.2025
    – 19.11.2025
    10.12.2025
    – 12.12.2025
    19.01.2026
    – 21.01.2026
    25.02.2026
    – 27.02.2026
    19.03.2026
    22.04.2026
    Zeit:
    09.00 Uhr – 16.00 Uhr
    Kosten:
    1540,- €, inkl. Handouts, Getränke und Snacks (ab 5 Personen von einem Träger 5% Ermäßigung)
    Ort
    Eventus Akademie / Kita Paradiesvögel, Pestalozzistr. 6A, 13187 Berlin
    Dozent*in
    Dr. Rüdiger Loeffelmeier
    Felix Hellbach
    Marissa Klitzing
    Sabine Pallhorn-Karl
    Susanne Wittenberg-Tschirch

    Anforderungen für Zertifikat:

  • Teilnahme an mind. 90 % der Präsenzzeiten
  • Bestandener Praxisbericht
  • Erfolgreiche Teilnahme am Fachgespräch
  • Vorlage der staatlichen Anerkennung als Erzieher/in (Trifft dies nicht zu, wird ein Zertifikat als anerkannte Fachkraft für Teilhabe und Inklusion erstellt)
  • Anmeldung

    Kursanmeldung