Banner_kitaseiten

Das Konzept hinter den eventus-Kitas

Den Ergebnissen sozialwissenschaftlicher Langzeitstudien folgend wird Bildung als zentrales Element zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe erachtet. So versteht eventus-BILDUNG e.V. Pädagogik als wesentliches Instrument zur effizienten Beseitigung bestehender sozialer Differenzierung, Diskriminierung und Ungleichbehandlung im deutschen Bildungssystem. Die Qualität der vorschulischen Bildung und Betreuung, die eventus-BILDUNG anbietet, zeichnet sich dadurch aus, dass das Prinzip der Chancengleichheit gewahrt ist.

Daraus ergibt sich der bereits im Vereinsnamen mit seiner vorangestellten lateinischen Vokabel „eventus“ (deutsch: Erfolg) implizierte Leitgedanke: „Durch Bildung ist Erfolg für alle Kinder möglich.“ Dieser Vereinspräambel entsprechend engagiert sich der Träger gleichermaßen für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und deren Familien.

Die eventus-Angebote sind grundsätzlich allen Menschen zugänglich, die sich mit den Vereinszielsetzungen identifizieren, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihrem sozialen Status. Frühkindliche sowie vorschulische Bildung und Erziehung haben eine Schlüsselfunktion für ein individuelles Wohlbefinden und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine gelungene gesellschaftliche Integration.

Zur Umsetzung seiner Ziele favorisiert eventus-BILDUNG einen ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsprozess, bei dem sämtliche kognitive, affektive und psychomotorische Lerndimensionen integriert werden.

 

Sprachförderung Montessori Inklusion

Sprachliche Bildung und Förderung

Sprachkompetenz ist nicht nur ein wichtiges Fundament für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, sondern auch ein universeller Schlüssel für den schulischen und beruflichen Erfolg sowie für die gesellschaftliche Teilhabe.

Sprachförderung und sprachliche Bildung zählen deshalb in unseren Kindertagesstätten Paradiesvögel zu den zentralen Kernaufgaben. Wir sehen darin notwendige Voraussetzungen, damit alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihrem sozialen Status von Anfang an gleiche Bildungschancen haben. Kinder profitieren in besonderem Maße von dieser frühen Sprachförderung und Sprachbildung.

Die vom Träger eventus-BILDUNG e.V. betriebenen Kindertagesstätten Paradiesvögel zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie einer verbindlichen Konzeption der Sprachförderung folgen, bei der die Fördermaßnahmen dialogisch eingebettet werden, um die vollständige Funktion der Sprache zu vermitteln. Ein wichtiger Schwerpunkt der Konzeption ist zudem die Ausrichtung auf die Bedürfnisse mehrsprachiger Kinder.

Zum anderen beteiligen sich die Kindertagesstätten seit 2016 am Bundesprogramm „Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Mit dem Programm stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung.

 

 

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung

Bildungsexperten sind sich darin einig, dass das bloße Trainieren von Wörtern und grammatikalischen Regeln bei Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt nicht wirklich nachhaltig ist und einen eigenständigen, flexiblen und konstruktiven Umgang mit Sprache verhindert.

Stattdessen entwickeln die Kinder in unseren Kindertagesstätten ihre Sprachkenntnisse alltagsintegriert in anregungsreichen Situationen aus ihrer eigenen Lebens- und Erfahrungswelt. Im Rahmen unseres Sprachförderungskonzeptes verbunden mit dem Bundesprogramm „Sprachkitas“ wird der gesamte Kita-Alltag miteinbezogen, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern.

Montessori

Zu den Grundlagen der Bildungs – und Erziehungsarbeit der Kita Paradiesvögel zählt die Montessori-Pädagogik. Während einige Einrichtungen die Pädagogik von Maria Montessori zum Schwerpunkt ihrer pädagogischen Arbeit gesetzt haben, integrieren andere einzelne Elemente der Montessori-Pädagogik in ihren Alltag. Das Kind wird in eine Welt für Erwachsene hineingeboren, die sehr kompliziert und oft unüberschaubar ist. In einer Montessori-Kindertagesstätte soll sich das Kind nicht nur geborgen und sicher fühlen, sondern auch als würde es in sein eigenes Haus kommen: ein Haus für Kinder.

Die Montessori-Pädagogik stellt das Kind als selbstbestimmtes und aktives Wesen in den Mittelpunkt. Kinder zeigen von sich aus natürliche Neugier und Explorationsverhalten. Sie wollen lernen und tun dies besonders gut, wenn sie sich in einer sogenannten „sensiblen Phase“ befinden. Das heißt: eine Zeitspanne, in der sie ein besonderes Interesse, eine besondere Empfänglichkeit für bestimmte Themen haben und sich mit diesen intensiv beschäftigen wollen.

Es ist deshalb besonders wichtig, diese sensiblen Phasen zu erkennen, um dem Kind eine entsprechend geeignete Umgebung mit fördernden Materialien zur Verfügung zu stellen. Maria Montessori spricht in diesem Zusammenhang auch von dem „absorbierenden Geist“: Das Kind saugt in dieser Phase der Aufmerksamkeit alles Wissen  wie ein Schwamm auf. Es zeigt dann die „Polarisation der Aufmerksamkeit“, eine häufig sehr lange Phase der Konzentration, während dieser das Kind in seiner freigewählten Tätigkeit versinkt und diese häufig wiederholt. Das Kind lernt durch sein eigenes Tun.

Inklusion

Inklusion im Kindergarten

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen gleiche Rechte und gleiche Chancen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine Beeinträchtigung haben oder nicht. Inklusion heißt: Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Das gilt auch für kleine Kinder, die ein Handicap haben.

Chancen durch Inklusion

Die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung bietet viele Chancen. Denn die Kinder wachsen so schon früh in einem Umfeld auf, in dem es normal ist, dass jeder Mensch seine besonderen Fähigkeiten und Talente besitzt und anders ist. Denn Inklusion bedeutet nicht, dass sich bestimmte Kinder der Gruppe anpassen müssen. Inklusion bedeutet, dass sich die Gruppe ganz selbstverständlich aus vielen verschiedenen Individuen zusammensetzt. Auch für Kinder mit Beeinträchtigung bietet die inklusive Betreuung in vielen Fällen Vorteile. Die Kleinen gehören wie selbstverständlich zur Gruppe und fühlen sich angenommen.

Individuelle Begleitung und Unterstützung

Einige Kinder benötigen mehr Zeit, Wiederholungen oder Ermutigung. Vielleicht sind es auch unterschiedliche Materialien oder besondere Hilfsmittel, intensive Anleitung, individuelle Begleitung oder eine Vereinfachung der Aufgaben, die das Kind unterstützen. Kinder mit einer Beeinträchtigung, Entwicklungsverzögerung oder einer chronischen Erkrankung brauchen manchmal mehr Zeit und Zuwendung. Pflege- und Versorgungszeiten sind besonders bei jungen Kindern bedeutsame Situationen der Beziehungsgestaltung.

Qualitätskriterien der Strukturierung

Die pädagogischen Fachkräfte sorgen für verlässliche zeitliche und räumliche Strukturen und Abläufe, sicher erreichbare Bezugspersonen und wiederkehrende Kontakte mit anderen Kindern.

Die pädagogischen Fachkräfte gestalten gemeinsame Situationen und Rituale im Tagesverlauf, an denen alle Kinder teilhaben können. Dies gilt insbesondere bezogen auf  wiederkehrende Situationen (z. B. Ankunft, Mahlzeiten oder Verabschiedung).

Die pädagogischen Fachkräfte stellen (Spiel-)Situationen her, an denen alle Kinder teilhaben können und begleiten diese bei Bedarf kontinuierlich. Sie initiieren und unterstützen überdies die Kommunikation und Interaktion zwischen den Kindern.