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Das Konzept hinter den eventus-Kitas

Den Ergebnissen sozialwissenschaftlicher Langzeitstudien folgend wird Bildung als zentrales Element zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe erachtet. So versteht der eventus BILDUNG e.V. Pädagogik als wesentliches Instrument zur effizienten Beseitigung bestehender sozialer Differenzierung, Diskriminierung sowie Chancen- und Ungleichbehandlung im deutschen Bildungssystem. Daraus ergibt sich der bereits im Vereinsnamen mit seiner vorangestellten lateinischen Vokabel „eventus“ (deutsch: Erfolg) implizierte Leitgedanke: „Durch Bildung ist Erfolgf ür alle Kinder möglich.“ Dieser Vereinspräambel entsprechend engagiert sich der Träger gleichermaßen für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und deren Familien. Die eventus-Angebote sind grundsätzlich allen Menschen, die sich mit den Vereinszielsetzungen identifizieren, unabhängig von ethnischer Herkunft, Nationalität, Geschlecht, sozialem und ökonomischem Status und konfessioneller Zugehörigkeit zugänglich.

Sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen folgend wird die frühkindliche und vorschulische Bildung sowie Erziehung als Schlüssel für ein individuelles Wohlbefinden und Zufriedenheit erachtet, die wiederum die Wahrscheinlichkeit gesellschaftlicher Teilhabe um ein Vielfaches erhöhen. Zur Umsetzung dessen favorisiert der Träger einen ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsprozess, in dem sämtliche kognitive, affektive und psychomotorische Lerndimensionen integriert werden.

Sprachförderung Montessori Inklusion

Sprachförderung

Das soziale und bildungspolitische Engagement des Trägers eventus-BILDUNG e.V. verfolgt das Ziel sozialer Differenzierung, Diskriminierung und Ungleichbehandlung im deutschen Bildungssystem entgegenzuwirken.

In Deutschland stehen aktuell die sprachlichen Fertigkeiten eines Kindes bei Schuleintritt im engen Zusammenhang mit dessen Bildungsaussichten. Deswegen wird in den Einrichtungen der Paradiesvögel einer verbindlichen Konzeption zur Sprachbildung gefolgt. In ihr werden Methoden und Ziele der Sprachbildung und -Förderung genau beschrieben.

Die Konzeption zur Sprachbildung stützt sich auf das sogenannte Emergenzmodell der Sprachentwicklung (i. Orig. „Coalition of Cues“ von Hirsh Pasek & Golinkoff, 1996). In diesem wird der Spracherwerb als Reifung in Phasen beschrieben. Das Modell bietet eine systematische und übersichtliche Darstellung des Spracherwerbsprozesses. PädagogInnen gewinnen mit Hilfe dieses Modells ein sicheres Einschätzungsvermögen über die sprachlichen Fähigkeiten ihrer zu betreuenden Kinder. Auf dieser Grundlage können sie ihr Sprachmodell der individuellen Entwicklung des einzelnen Kindes anpassen und alltagsorientiert in die Abläufe der Kindertagestätte integrieren.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Konzeption ist die Ausrichtung auf die Bedürfnisse mehrsprachiger Kinder. Dabei gehen Kultur und Sprache Hand in Hand. So sollen zum Einen mehrsprachige Kinder in ihrer muttersprachlichen Identität und ihren sich entwickelnden deutschen Identitätsanteilen gestärkt werden. Zum Anderen soll der potenzielle Nachteil in den Bildungschancen und damit der gesellschaftlichen Teilhabe mehrsprachiger Kinder durch die speziell auf Mehrsprachigkeit ausgerichtete Sprachförderung vermindert werden.

Montessori

Zu den Grundlagen der Bildungs – und Erziehungsarbeitder Kita Paradiesvögel zählt die Montessori-Pädagogik. Während einige Einrichtungen die Pädagogik von Maria Montessori zum Schwerpunkt ihrer pädagogischen Arbeit gesetzt haben, integrieren andere einzelne Elemente der Montessori-Pädagogik in ihren Alltag. Das Kind wird in eine Welt für Erwachsene hineingeboren, die sehr kompliziert und oft unüberschaubar ist. In einer Montessori-Kindertagesstätte soll sich das Kind nicht nur geborgen und sicher fühlen, sondern auch als würde es in sein eigenes Haus kommen: ein Haus für Kinder.

Die Montessori-Pädagogik stellt das Kind als selbstbestimmtes und aktives Wesen in den Mittelpunkt. Kinder zeigen von sich aus eine natürliche Neugier und Explorationsverhalten. Sie wollen lernen und tun dies besonders gut, wenn sie sich in einer sogenannten „sensiblen Phase“ befinden, das heißt: eine Zeitspanne, in der sie ein besonderes Interesse, eine besondere Empfänglichkeit für bestimmte Themen haben und sich mit diesen ntensiv beschäftigen wollen.

Es ist deshalb besonders wichtig, diese sensiblen Phasen zu erkennen, um dem Kind eine entsprechend geeignete Umgebung mit fördernden Materialien zur Verfügung zu stellen. Maria Montessori spricht in diesem Zusammenhang auch von dem „absorbierenden Geist“: Das Kind saugt in dieser Phase der Aufmerksamkeit alles Wissen  wie ein Schwamm auf. Es zeigt dann die „Polarisation der Aufmerksamkeit“, eine häufig sehr lange Phase der Konzentration, während dieser das Kind in seiner freigewählten Tätigkeit versinkt und diese häufig wiederholt. Das Kind lernt durch sein eigenes Tun.

Inklusion

Inklusion im Kindergarten

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen gleiche Rechte und gleiche Chancen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Inklusion heißt: Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Das gilt auch für kleine Kinder, die ein Handicap haben.

Chancen durch Inklusion

Auch wenn die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung viele Herausforderungen mit sich bringt, bietet sie auch viele Chancen. Denn die Kleinen wachsen so schon früh in einem Umfeld auf, in dem es normal ist, dass jeder Mensch seine besonderen Fähigkeiten und Talente besitzt und anders ist. Denn Inklusion bedeutet nicht, dass sich bestimmte Kinder der Gruppe anpassen müssen. Inklusion bedeutet, dass sich die Gruppe ganz selbstverständlich aus vielen verschiedenen Individuen zusammensetzt. Auch für Kinder mit Behinderung bietet die inklusive Betreuung in vielen Fällen Vorteile. Die Kleinen gehören wie selbstverständlich zur Gruppe und fühlen sich angenommen.

Individuelle Begleitung und Unterstützung

Einige Kinder benötigen mehr Zeit, Wiederholungen oder Ermutigung. Vielleicht sind es auch unterschiedliche Materialien oder besondere Hilfsmittel, intensive Anleitung, individuelle Begleitung oder eine Vereinfachung der Aufgaben, die das Kind unterstützen. Kinder mit einer Behinderung, Entwicklungsverzögerung oder einer chronischen Erkrankung brauchen manchmal mehr Zeit und Zuwendung. Pflege- und Versorgungszeiten sind besonders bei jungen Kindern bedeutsame Situationen der Beziehungsgestaltung.

Qualitätskriterien der Strukturierung

Die pädagogischen Fachkräfte sorgen für verlässliche zeitliche und räumliche Strukturen und Abläufe, sicher erreichbare (verlässliche) Bezugspersonen und wiederkehrende Kontakte mit anderen Kindern.

Die pädagogischen Fachkräfte gestalten gemeinsame Situationen und Rituale im Tagesverlauf, an denen alle Kinder teilhaben können. Dies gilt insbesondere bezogen auf  wiederkehrenden Situationen (z.B. Ankunft, Mahlzeiten oder Verabschiedung).

Die pädagogischen Fachkräfte stellen (Spiel-)Situationen her, an denen alle Kinder teilhaben können und begleiten diese bei Bedarf kontinuierlich. Sie initiieren und unterstützen überdies die Kommunikation und Interaktion zwischen den Kindern.