FACHTAG FÜR FRÜHKINDLICHE BILDUNG
Kultur- und religionssensible Kitas als Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit
Am 03. Juni 2026 veranstaltete die eventus BILDUNG gGmbH im VKU Forum in Berlin den Fachtag für frühkindliche Bildung „Die kultur- und religionssensible Kita als Ort für mehr Bildungsgerechtigkeit“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kindertageseinrichtungen kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt nicht nur wahrnehmen, sondern pädagogisch aufgreifen und im Sinne von Bildungsgerechtigkeit gestalten können.
Kinder wachsen heute selbstverständlich in einer Gesellschaft auf, die von kultureller, religiöser und sprachlicher Vielfalt geprägt ist. Sie zeigt sich in unterschiedlichen Familiengeschichten, Sprachen, Traditionen, Religionen und Lebensentwürfen. Diese Realität in Kindertagesstätten als Ressource zu begreifen und sie zum Gegenstand von Bildungsgerechtigkeit zu machen – war Ziel und Auftrag unseres Fachtags zugleich:
Die kultur- und religionssensible Kita – ein Ort für mehr Bildungsgerechtigkeit.
Als Träger mit fast 20-jähriger Erfahrung im Bereich der kultur- und religionssensiblen Pädagogik war es uns ein besonderes Anliegen, mit unserer Expertise nach außen zu treten und sie mit einem breiten Fachpublikum zu teilen und weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit Fachkräften, Leitungen, Trägerverantwortlichen sowie weiteren Akteur*innen aus Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten wir Erfahrungen, Perspektiven und Handlungsansätze.
Die Dokumentation lädt ein, die zentralen Impulse, Diskussionen und Ergebnisse des Fachtags nachzulesen, nachzuhören oder auch anzuschauen – und sie möchte Impulse für die Praxis geben und ermutigen, Vielfalt als Stärke, Potenzial und Chance in der frühkindlichen Bildung zu begreifen und zu gestalten.
DER FACHTAG AM 3. JUNI: PROGRAMMPUNKTE IM ÜBERBLICK
- 8:00 Uhr Ankunft und Anmeldung der Gäste
- 9:00 Uhr Beginn der Veranstaltung
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9:10 Uhr
Begrüßung
Ali Bülbül, Geschäftsführer eventus BILDUNG gGmbH
Nathalie Marie-Rose, Moderatorin
Dr. Seyran Bostanci -
9:15 Uhr
Vorträge
Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach und Dr. Judith Weber - 11:00 Uhr Pause
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11:15 Uhr
Podiumsdiskussion
Dr. Judith Weber, Dr. Maja Lasić, Osman Örs, Christine Klarer, Ikhlas Iraqi und Elif Avci - 12:15 Uhr Mittagspause mit Austauschmöglichkeiten
- 13:30 Uhr Workshops
- 15:00 Uhr Kaffeepause
- 15:20 Uhr Fortsetzung der Workshops
- 16:30 Uhr Auswertung der Workshops
- 17:00 Uhr Verabschiedung
ERÖFFNUNGSREDE Vertrauen schaffen, Vielfalt stärken – Ali Bülbül, geschäftsführender Gesellschafter der eventus BILDUNG gGmbH, eröffnet den Fachtag
Mit einer persönlichen und zugleich gesellschaftspolitischen Rede eröffnete Ali Bülbül, geschäftsführender Gesellschafter der eventus BILDUNG gGmbH, den Fachtag „Die kultur- und religionssensible Kita als Ort für mehr Bildungsgerechtigkeit – damit alle Kinder dazugehören“.
Gleich zu Beginn nahm Bülbül die Teilnehmenden mit auf eine Reise in seine eigene Biografie. Vor mehr als 30 Jahren kam er aus einem kleinen Dorf in der Türkei nach Berlin – kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Ohne Internet, ohne Smartphone und mit nur wenigen Vorstellungen von Deutschland stellte sich ihm damals eine Frage, die bis heute viele Menschen bewegt: „Werde ich hier dazugehören?“ Diese persönliche Erfahrung bildete den Ausgangspunkt seiner Überlegungen zur Bedeutung von Zugehörigkeit, Anerkennung und Bildungsgerechtigkeit.
Bülbül machte deutlich, dass die Frage nach dem Dazugehören besonders für Kinder von zentraler Bedeutung ist. Die Kita sei für viele Kinder der erste Bildungsort außerhalb der Familie und damit auch der Ort, an dem sie zum ersten Mal erfahren, ob ihre Sprache, ihre Kultur, ihre Religion und ihre familiären Erfahrungen wertgeschätzt werden. Hier entscheide sich oft in kleinen Alltagssituationen, ob ein Kind Vertrauen entwickelt und sich als Teil der Gemeinschaft erlebt.
Vertrauen zog sich als roter Faden durch die gesamte Rede. Für Bülbül ist es die unverzichtbare Grundlage jeder Bildungsarbeit. Kultur- und religionssensible Pädagogik schaffe Räume, in denen Kinder Anerkennung erfahren und Vertrauen entwickeln können. Gerade diese Erfahrungen seien prägend für die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstbild eines Menschen. Mit einem türkischen Sprichwort verdeutlichte er die langfristige Wirkung früher Bildungsprozesse: „Wie ein Mensch mit sieben Jahren ist, so ist er mit siebzig.“ Was Kinder in ihren ersten Lebensjahren an Wertschätzung, Selbstvertrauen und Zugehörigkeit erfahren, begleite sie ein Leben lang und bestimme maßgeblich die Bildungsbiographie.
Vielfalt als Ressource für Bildungsgerechtigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war das Verständnis von Vielfalt. Bülbül sprach sich entschieden gegen eine defizitorientierte Sichtweise aus und betonte, dass Vielfalt weder Problem noch Belastung sei. Vielmehr sei sie die Realität einer modernen Einwanderungsgesellschaft und zugleich eine wertvolle Ressource. Vielfalt bedeute Stärke, Potenzial und Zukunftsfähigkeit. Mit Blick auf die demografische Entwicklung verwies er darauf, dass inzwischen fast jedes zweite Kind unter sechs Jahren in Deutschland einen Zuwanderungshintergrund hat. Diese gesellschaftliche Realität müsse sich auch in pädagogischen Konzepten und Bildungsinstitutionen widerspiegeln.
Anstatt zu fragen, was Kinder noch nicht können, müsse der Blick auf das gerichtet werden, was sie mitbringen: ihre Sprachen, ihre kulturellen Erfahrungen, ihre Geschichten und ihre individuellen Stärken. Pädagogische Fachkräfte seien dabei Brückenbauerinnen und Brückenbauer, die Kindern ermöglichen, ihre Identität selbstbewusst einzubringen und gleichzeitig Teil einer vielfältigen Gemeinschaft zu werden.
Zum Abschluss würdigte Bülbül die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte und hob hervor, dass der Erfolg von eventus BILDUNG vor allem auf Vertrauen beruhe, dem Vertrauen von Eltern, Mitarbeitenden und Partnerinstitutionen. Dieses Vertrauen, so seine Überzeugung, sei das eigentliche Kapital einer Bildungseinrichtung.
Mit seiner Rede setzte Bülbül einen eindrucksvollen Auftakt für den Fachtag und machte deutlich, dass Bildungsgerechtigkeit dort beginnt, wo Kinder sich angenommen fühlen, Vertrauen entwickeln können und Vielfalt als selbstverständlicher Teil des Zusammenlebens verstanden wird.
ERÖFFNUNGSREDE IM VIDEO
GRUSSWORT „Vielfalt ist unsere Superpower“ – Dr. Seyran Bostancı, Geschäftsführerin der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, über Zugehörigkeit als Grundlage von Bildung
Mit einem eindringlichen und zugleich sehr persönlichen Grußwort eröffnete Dr. Seyran Bostancı, Geschäftsführerin der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, eine zentrale Perspektive des Fachtags: Bildungsgerechtigkeit beginnt dort, wo Kinder Zugehörigkeit erfahren.
Zu Beginn würdigte sie die Arbeit von eventus BILDUNG und hob die besondere Bedeutung migrantischer Kitaträger hervor. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und kontroverser Debatten über Migration, Vielfalt und Zugehörigkeit brauche es Einrichtungen, die sich konsequent für die Rechte, Bildungschancen und Teilhabe aller Kinder einsetzen. Träger wie eventus BILDUNG schafften nicht nur Bildungs- und Betreuungsangebote, sondern vor allem Orte der Anerkennung, des Vertrauens und der Zugehörigkeit.
Warum ihr dieses Thema so wichtig ist, machte Bostancı anhand ihrer eigenen Biografie deutlich. Als in Berlin-Kreuzberg geborenes Kind besuchte sie eine bilinguale Kita. Dort wurde ihre Familiensprache nicht als Hindernis betrachtet, sondern als selbstverständlicher Teil ihrer Lebenswelt anerkannt. Sie musste sich nicht erklären, nicht anpassen und nicht das Gefühl haben, einen Teil ihrer Identität an der Garderobe abzugeben. Rückblickend, so Bostancı, sei ihr bewusst geworden, wie besonders diese Erfahrung war. Die Botschaft, die sie als Kind erhielt, lautete: „Du bist willkommen. Du gehörst dazu.“
Zugehörigkeit als Voraussetzung gelingender Bildungsprozesse
In ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu Vielfalt, Zugehörigkeit und Diskriminierungsschutz in Kindertageseinrichtungen begegnen ihr jedoch immer wieder andere Erfahrungen. Familien berichten davon, dass ihre Sprachen unsichtbar gemacht und Kinder aufgefordert werden, ihre Familiensprachen nicht zu sprechen oder religiöse Zugehörigkeiten problematisiert werden. Für die betroffenen Kinder sende dies eine klare Botschaft: Ein Teil von dir gehört nicht hierher.
Dabei seien die Folgen solcher Erfahrungen gut erforscht. Ausgrenzung und Diskriminierung beeinträchtigten das Wohlbefinden von Kindern, schwächten ihr Selbstwertgefühl und erschwerten Bildungsprozesse erheblich. Bostancı machte deutlich, dass Wohlbefinden keine Nebensache von Bildung sei, sondern eine ihrer wichtigsten Voraussetzungen. Kinder lernen dann am besten, wenn sie sich sicher fühlen, Anerkennung erfahren und ihre Lebensrealitäten wertgeschätzt werden. Wo Zugehörigkeit fehle, würden Bildungsprozesse blockiert. Wo Zugehörigkeit gelinge, könnten Kinder ihre Potenziale entfalten.
Besorgt äußerte sich Bostancı über aktuelle politische Entwicklungen, in denen Migration, Mehrsprachigkeit und Vielfalt zunehmend als Defizit dargestellt würden. Als Beispiel nannte sie Debatten über die Separation von Kindern auf Grundlage früher Sprachstandserhebungen. Aus ihrer Sicht brauchen Kinder keine Ausgrenzung und keine Trennung, sondern gemeinsame Lern- und Erfahrungsräume. Wer Zugehörigkeit fördern wolle, dürfe Kinder nicht bereits zu Beginn ihrer Bildungsbiografie in unterschiedliche Gruppen einteilen.
Gleichzeitig verwies sie auf bestehende Hürden beim Zugang zur frühen Bildung. Studien zeigten, dass migrantische Familien bei der Suche nach Kitaplätzen noch immer Benachteiligungen erfahren. Umso wichtiger seien Einrichtungen, die Vertrauen schaffen und Familien das Gefühl vermitteln, mit ihren Sprachen, Religionen, Geschichten und Erfahrungen willkommen zu sein.
Zum Abschluss richtete sie den Blick nach vorn. Die entscheidende Frage sei nicht, ob Kinder dazugehören, sondern wie Bildungsinstitutionen so gestaltet werden können, dass Zugehörigkeit von Anfang an selbstverständlich wird. Kitas sollten Orte sein, an denen Kinder mit ihrer Herkunft, Sprache oder Religion willkommen sind, mit all den Facetten ihrer Identität.
Mit ihrem eindrucksvollen Appell brachte Bostancı die zentrale Botschaft ihrer Rede auf den Punkt: Vielfalt ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern eine Stärke, die unsere Gesellschaft bereichert. Oder, wie sie es selbst formulierte: „Vielfalt ist unsere Superpower.“
GRUSSWORT IM VIDEO
FACHVORTRAG I Wenn Kinder aus dem Blick geraten – Über Kindheit, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung. Vortrag: Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach
Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach stand die These, dass Deutschland eine alternde Gesellschaft ist, die weder kindgerecht noch ausreichend gerecht gegenüber Kindern gestaltet wird. Kinder bilden eine zunehmend kleinere Bevölkerungsgruppe und geraten dadurch strukturell aus dem Blick von Politik und Gesellschaft. Die zentrale Herausforderung besteht nach Kurtenbach nicht darin, dass es zu wenige Kinder gibt, sondern darin, dass die Gesellschaft die vorhandenen Kinder und ihre Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigt.
Zur Beschreibung dieser Entwicklung benennt Kurtenbach drei zentrale Schieflagen der alternden Gesellschaft. Die demografische Schieflage zeigt sich im Verhältnis von immer weniger Kindern zu einer wachsenden Zahl älterer Menschen. Die demokratische Schieflage besteht darin, dass Kinder keine politische Stimme besitzen, während die Mehrheit der Wahlberechtigten zunehmend älter wird. Hinzu kommt eine sozialpolitische Schieflage, da finanzielle Spielräume für Investitionen in die junge Generation kleiner werden. Vor diesem Hintergrund argumentiert Kurtenbach, dass die Gesellschaft weniger darüber diskutieren sollte, wie mehr Kinder geboren werden können, sondern vielmehr darüber, wie die bereits vorhandenen Kinder bestmöglich unterstützt und gefördert werden können.
Ein zentraler Schwerpunkt des Vortrags war die Beschreibung heutiger Kindheit. Kurtenbach spricht von einer zunehmenden Fragmentierung von Kindheiten. Kinder wachsen heute unter sehr unterschiedlichen sozialen, kulturellen und räumlichen Bedingungen auf. Familien verfügen über unterschiedliche finanzielle Ressourcen, Zeitbudgets und Bildungsressourcen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Quartiere, Bildungseinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten, in denen Kinder leben und aufwachsen. Die Vorstellung einer einheitlichen Kindheit wird der gesellschaftlichen Realität daher immer weniger gerecht. Kindheiten entwickeln sich zunehmend auseinander, sodass Lebenswelten, Erfahrungen und Chancen von Kindern stark variieren.
Eng mit dieser Entwicklung verbunden ist das Konzept der Superdiversität, das Kurtenbach als Normalität moderner Kindheit beschreibt. Kinder wachsen heute in einer Vielzahl kultureller, sprachlicher, religiöser und sozialer Kontexte auf. Vielfalt ist dabei nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall. In diesem Zusammenhang kritisiert Kurtenbach auch den Begriff des „Migrationshintergrunds“, da dieser der Lebenswirklichkeit vieler Kinder kaum noch gerecht werde. Die Kategorie sei zu grob und beschreibe weder die tatsächliche Vielfalt von Lebenslagen noch die unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und sozialen Erfahrungen von Kindern. Während gesellschaftliche Debatten Diversität häufig problematisieren, erleben viele Kinder diese Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil ihres Alltags. Pädagogische Konzepte und Institutionen sollten deshalb stärker von den tatsächlichen Lebenswelten der Kinder ausgehen und weniger von vereinfachenden Kategorien oder Zuschreibungen.
Besondere Bedeutung misst Kurtenbach dem Einfluss von Nachbarschaften und Wohnorten auf Bildungs- und Entwicklungschancen bei. Seine Forschung zeigt, dass die Bildungsbiografie eines Kindes in erheblichem Maße durch den Ort geprägt wird, an dem es aufwächst. Die räumliche Konzentration von Armut und Benachteiligung führt dazu, dass Bildungs- und Teilhabechancen ungleich verteilt sind. Der Wohnort wird damit zu einem entscheidenden Faktor für den späteren Bildungserfolg und die gesellschaftlichen Perspektiven von Kindern.
Aus diesen Beobachtungen leitet Kurtenbach mehrere Forderungen ab. Kinder seien in einer alternden Gesellschaft als gesellschaftliche Minderheit zu verstehen und benötigten deshalb einen wirksamen Minderheitenschutz. Dazu gehören aus seiner Sicht insbesondere die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz sowie verbindliche Beteiligungsformen, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen systematisch in politische Entscheidungsprozesse einbeziehen.
Darüber hinaus fordert er einen grundlegenden Perspektivwechsel: Politik und Pädagogik müssen konsequent vom Kind her gedacht werden. Nicht die Bedürfnisse von Institutionen, Verwaltungen oder bestehenden Systemen sollten im Mittelpunkt stehen, sondern die Bedürfnisse und Lebenslagen der Kinder. Dies betrifft insbesondere Kitas, Schulen und weitere Bildungs- und Unterstützungseinrichtungen. Sie sollten ihre Arbeit stärker an den tatsächlichen Lebenswelten von Kindern ausrichten und sich weniger an institutionellen Zuständigkeiten orientieren.
Gleichzeitig kritisiert Kurtenbach, dass die verschiedenen Systeme rund um Kindheit häufig nebeneinander statt miteinander arbeiten. Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Vereine und weitere Einrichtungen verfolgen jeweils eigene Aufgaben und Logiken, ohne die Bildungs- und Entwicklungsbiografie des Kindes ausreichend gemeinsam in den Blick zu nehmen. Deshalb plädiert er für eine deutlich engere Zusammenarbeit dieser Institutionen sowie für integrierte Bildungs- und Gemeinschaftsorte, an denen Kinder und Familien ganzheitlich unterstützt werden können.
Der Vortrag endet mit einem eindringlichen Appell, Kinder stärker ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit zu rücken. Kinder seien nicht lediglich die zukünftigen Erwachsenen einer Gesellschaft, sondern bereits heute eigenständige Mitglieder mit eigenen Rechten, Interessen und Bedürfnissen. Deshalb müsse sich die Gesellschaft daran messen lassen, wie sie mit ihren Kindern umgeht.
Herr Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach ist Professor für Politikwissenschaft und Sozialpolitik an der FH Münster und Privatdozent an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht und lehrt zu sozialer Ungleichheit, Migration und gesellschaftlichen Ordnungsprozessen im urbanen Raum. Er ist Mitautor des Sachbuchs „Kinder – Minderheit ohne Schutz. Aufwachsen in der alternden Gesellschaft.“
FACHVORTRAG I IM VIDEO
FACHVORTRAG II Mehr sehen, besser verstehen: Religions- und kultursensible Bildung in der Kita. Vortrag: Frau Dr. Judith Weber
In ihrem Vortrag referierte Dr. Judith Weber über die Bedeutung religions- und kultursensibler Bildung in Kindertageseinrichtungen. Unter dem Leitgedanken der „Spurensuche – sensibel werden für Religiöses in der Kita“ zeigte sie auf, wie religiöse und kulturelle Dimensionen im pädagogischen Alltag wahrgenommen und als Bildungsressource genutzt werden können.
Weber stellte den Auftrag von Kindertageseinrichtungen in den Bereichen Bildung, Erziehung und Betreuung in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Dabei betonte sie, dass Kinder ihre Identität aktiv selbst entwickeln und Erwachsene vor allem die Aufgabe haben, förderliche Rahmenbedingungen für diese Entwicklungsprozesse zu schaffen.
Identitätsentwicklung beschrieb sie als einen lebenslangen Prozess, der durch die Auseinandersetzung mit der Welt geprägt wird. Die kulturelle, religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Kindertageseinrichtungen stellte sie als gesellschaftliche Realität und zugleich als pädagogische Herausforderung dar. Lernen sei immer mit Bekanntem, Neuem und Irritation verbunden, wobei gerade Irritation wichtige Entwicklungs- und Lernprozesse anstoßen könne.
Religion und Kultur wurden von Weber als eng miteinander verbundene Bereiche beschrieben. Kultur umfasse Bräuche, Rituale, Werte, Feste und Ausdrucksformen des Zusammenlebens, in denen Religion sichtbar werde. Interkulturelles Lernen sei daher häufig auch mit interreligiösem Lernen verbunden. Dabei unterschied sie zwischen Multireligiosität als Nebeneinander verschiedener Religionen und Interreligiosität als Austausch und Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen.
Religionssensible Bildung verortete Weber als festen Bestandteil pädagogischer Arbeit. Sie sei in zentrale Bildungsbereiche eingebettet und trage dazu bei, Kinder in ihrer Identitätsentwicklung zu begleiten sowie kulturelle und religiöse Vielfalt wertzuschätzen. Grundlage hierfür seien sechs Handlungsgrundsätze:
- Das Kind ist Ausgangspunkt pädagogischen Handelns.
- Religionssensibilität ist Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
- Die Kita ist ein gestalteter Lebens- und Erfahrungsraum.
- Einrichtungen sind Orte gelebter kultureller und religiöser Vielfalt.
- Religiöse Pluralität wird als Normalität und Ressource verstanden.
- Religionssensibilität ist eine professionelle Kompetenz der Fachkräfte.
Zur Aktivierung der Teilnehmenden nutzte Weber mehrere Murmelphasen. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert:
- Wo und wann kommen Religion und Kultur im eigenen Leben vor?
- Welche Räume, Zeiten und Gelegenheiten gibt es in der eigenen Einrichtung für kulturellen und religiösen Austausch?
Anhand von Praxisbeispielen, etwa dem Umgang mit Fragen von Kindern zu Leben, Tod und Sinn oder der Gestaltung religiöser Feste wie dem Ramadanfest, verdeutlichte Weber, wie religions- und kultursensible Pädagogik im Alltag umgesetzt werden kann. Dabei betonte sie die Bedeutung von Offenheit, Dialog und Partizipation sowie die Notwendigkeit, Kinder und Eltern mit ihren jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen mit einzubeziehen.
Abschließend hob Weber hervor, dass Kultur und Religion als Bildungsschätze verstanden werden sollten. Bildungsgerechtigkeit entstehe dort, wo Vielfalt als Ressource wahrgenommen werde und Kinder die Möglichkeit erhielten, sich mit ihren Fragen, Erfahrungen und Identitäten in die Gemeinschaft einzubringen.
Frau Dr. Judith Weber ist promovierte Theologin und Pädagogin. Sie forschte über viele Jahre zur kultur- und religionssensiblen Pädagogik und ist Herausgeberin der empirisch-qualitativen Studie „Religionssensible Bildung in Kindertageseinrichtungen“. Nach ihrer langjährigen Leitungstätigkeit in der Erzdiözese Freiburg arbeitet sie derzeit im Generalvikariat der katholischen Kirche in Zürich als Beauftragte des Generalvikars für Pastoral und als Fachverantwortliche für Religionspädagogik.
FACHVORTRAG II IM VIDEO
PODIUMSGESPRÄCH: Wo Lebenswelten Platz haben, kann Bildung wachsen. Podiumsgäste: Nathalie Marie-Rose (Moderation), Dr. Judith Weber, Ikhlas Iraqi, Elif Avci, Dr. Maja Lasić, Christine Klarer, Imam Osman Örs
Das Podiumsgespräch machte aus unterschiedlichen Perspektiven deutlich, dass kulturelle und religiöse Lebenswelten keine Nebensache, sondern eine zentrale Ressource für gelingende Bildungsprozesse sind. Immer wieder wurde sichtbar: Wenn Kinder und ihre Familien mit ihrer Sprache, ihrer Religion und ihrer Geschichte gesehen und wertgeschätzt werden, entstehen Vertrauen, sichere Bindungen und die Grundlage für Bildungserfolg.
Bereits der Einstieg setzte ein starkes Zeichen. In einem kurzen Film erklärte ein fünfjähriges Mädchen den Ramadan aus seiner eigenen Perspektive und sprach selbstverständlich über das Kinderfasten. Das Beispiel zeigte eindrucksvoll, welches Wissen Kinder aus ihren Familien mitbringen und wie selbstbewusst sie darüber sprechen können, wenn sie dafür Raum erhalten. Für die Kitaleitung Ikhlas Iraqi ist genau dies der Kern kultur- und religionssensibler Pädagogik: Kinder erleben sich als wissend und kompetent, weil familiäre Traditionen in der Kita wertgeschätzt werden. Dadurch werden sie in ihrer Identität gestärkt und aktiv in Bildungsprozesse einbezogen.
Wie tiefgreifend diese Anerkennung wirken kann, schilderte Elif Avci anhand der Feier des jesidischen Neujahrsfestes in ihrer Kita. Obwohl nur ein einziges Kind der Einrichtung dem Jesidentum angehörte, entschied sich das Team bewusst dafür, das Fest gemeinsam zu begehen. Für die Mutter, die ihre Religion aufgrund von Verfolgungserfahrungen lange verborgen hatte, war diese Geste höchste Wertschätzung und von großer emotionaler Bedeutung.
Anerkennung schafft Vertrauen und sichere Bindungen
Mehrere Podiumsteilnehmende betonten, dass genau diese Anerkennung die Grundlage für Vertrauen und sichere Bindungen bildet. Christine Klarer machte deutlich, dass Eltern Vertrauen entwickeln können, wenn ihre individuellen Lebenswelten gesehen werden. Auf dieser Basis können Kinder sich sicher binden, explorieren und ein gesundes Selbstbild entwickeln. Anhand des Beispiels eines indischen Kindes, das in der Familie gelernt hatte, Reis mit der rechten Hand zu essen, zeigte sie, wie wichtig es ist, vorhandene kulturelle Kompetenzen nicht als Defizit zu bewerten, sondern sie in der Kita sichtbar zu machen und als Lernchance für alle Kinder zu begreifen.
Eng damit verbunden war die Forderung nach einer fragenden Haltung, die der Superdiversität von Kindheit gerecht werden könne. Familien dürften nicht vorschnell aufgrund ihrer Religion oder Herkunft eingeordnet werden. Entscheidend sei vielmehr, nachzufragen und herauszufinden, welche Bedeutung Kultur und Religion für das einzelne Kind und seine Familie tatsächlich haben. Erst dadurch könne pädagogisches Handeln wirklich an den Lebenswelten der Kinder und Familien anknüpfen.
Dass das Sichtbarmachen unterschiedlicher kultureller und religiöser Erfahrungen zugleich ein Raum gemeinsamen Lernens ist, zeigte Osman Örs anhand seiner Arbeit mit Schulklassen. Wenn Schülerinnen und Schüler erleben, dass unterschiedliche religiöse Traditionen nebeneinander Platz haben und miteinander ins Gespräch kommen, entstehen neue Perspektiven und Vorurteile werden abgebaut. Kultur- und religionssensible Pädagogik schafft damit Begegnungsräume, in denen Kinder nicht nur übereinander, sondern vor allem voneinander lernen.
Mehrfachzugehörigkeit als Stärke und pädagogischer Auftrag
Ein weiterer roter Faden der Diskussion war die Bedeutung pluraler Identitäten. Osman Örs schilderte seinen eigenen Weg als Kind türkischer Gastarbeiter und beschrieb, wie wichtig die Erkenntnis war, mehrere Heimaten gleichzeitig haben zu können. Maja Lasić griff diesen Gedanken auf und plädierte dafür, den Begriff „Heimat“ künftig selbstverständlich im Plural zu denken. Kinder und Jugendliche müssten nicht zwischen unterschiedlichen Zugehörigkeiten wählen, sondern sollten erfahren, dass gerade diese Mehrfachidentitäten eine Stärke darstellen und ihre persönliche Entwicklung fördern.
Deutlich wurde auch, dass Kultur- und Religionssensibilität kein freiwilliges Zusatzangebot sein darf, sondern ein bildungspolitischer Auftrag für Kita und Schule ist. Sowohl Ikhlas Iraqi als auch Maja Lasić forderten, entsprechende Kompetenzen verbindlich in der Ausbildung von Erzieher*innen und Lehrkräften zu verankern und pädagogische Fachkräfte kontinuierlich fort- und weiterzubilden. Eine herkunfts- und religionssensible Pädagogik müsse als grundlegende professionelle Haltung verstanden werden und als Querschnittsaufgabe alle Bildungsbereiche durchziehen. Darüber hinaus wurde auch die Forderung an die Politik laut, die Bedeutung kultur- und religionssensibler Arbeit für die pädagogische Praxis stärker anzuerkennen. Gerade in der heutigen Zeit kommt diesem Ansatz eine besondere Relevanz zu.
In der Blitzrunde zum Abschluss beantworteten die Podiumsgäste die Frage: „Warum ist Kultur- und Religionssensibilität für Bildungsgerechtigkeit unverzichtbar?“
- „Weil sie Teilhabe und die Teilgabe aller Beteiligten fördert.“
- „Weil ich es jeden Tag in der Praxis erlebe und sehe, wie wichtig es ist.“
- „Weil Vielfalt längst Alltag geworden ist.“
- „Damit sich die Generation nach uns nicht mehr fragen muss: ‚Bin ich entweder das eine oder das andere?‘, sondern ganz selbstverständlich weiß, dass auch beides zugleich möglich ist.“
- „Weil sie Begegnungsräume schafft und erst durch Begegnung gemeinsames Lernen möglich wird.“
- „Weil Bildungsgerechtigkeit dort beginnt, wo Identität nicht an der Garderobe abgegeben werden muss.“
PODIUMSGESPRÄCH IM VIDEO
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DIE WORKSHOPS
WORKSHOP 1 Kultur- und religionssensible Pädagogik im Kita-Alltag. Workshopleitungen: Elif Avci, Kitaleitung der eventus Kita „Die Nachtigall“; Remziye Can, Dozentin der eventus Fachschule für Sozialpädagogik
Zu Beginn stellten wir uns als Workshopleiterinnen vor und schufen durch verschiedene aktivierende Methoden eine offene und wertschätzende Atmosphäre. Mithilfe von Kennenlern- und Bewegungsübungen konnten die Teilnehmenden miteinander in Kontakt kommen, Gemeinsamkeiten entdecken und sich innerhalb der Gruppe orientieren. Anschließend wurden die Erwartungen an den Workshop gesammelt und gemeinsam betrachtet.
Darauf aufbauend stiegen wir in die Thematik ein. Die Teilnehmenden setzten sich zunächst mit ihren eigenen Vorstellungen von Kultur und Religion auseinander und tauschten sich darüber aus. Anschließend wurden zentrale Begriffe wie Glaube, Religion, Spiritualität, Kultur, Interkulturalität, Transkulturalität und Diversität vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Dabei standen insbesondere die Bedeutung kultureller und religiöser Vielfalt sowie deren Berücksichtigung im pädagogischen Alltag im Mittelpunkt.
Im weiteren Verlauf beschäftigten wir uns mit den Grundlagen sowie den Zielen einer kultur- und religionssensiblen Pädagogik. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie Kinder in ihrer kulturellen und religiösen Identität gestärkt und ihre Lebenswelten wertschätzend in den Kita-Alltag eingebunden werden können.
Den Schwerpunkt des Workshops bildete die Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden arbeiteten in Kleingruppen zu verschiedenen Themenbereichen, beispielsweise zur Raum- und Materialgestaltung, zu Ritualen und Festen, zu Projekten und Angeboten sowie zur Wertschätzung von Familiensprachen. Dabei wurden bestehende Praxisbeispiele gesammelt, neue Ideen entwickelt und mögliche Barrieren für die Umsetzung identifiziert. Die Ergebnisse hielten die Gruppen auf Flipcharts fest.
Im Anschluss präsentierten alle Gruppen ihre Arbeitsergebnisse im Plenum. Der Austausch zeigte viele kreative Ansätze und machte deutlich, wie vielfältig kultur- und religionssensible Pädagogik bereits in den Einrichtungen gelebt wird und welche Entwicklungsmöglichkeiten noch bestehen.
Zum Abschluss reflektierten die Teilnehmenden ihre wichtigsten Erkenntnisse und formulierten konkrete Ideen für die Umsetzung im eigenen pädagogischen Alltag. Der Workshop endete mit einer Feedbackrunde und dem gemeinsamen Austausch der Ergebnisse aller Workshops im Plenum.
WORKSHOP 2 „Was Familien mitbringen zählt – Religiöse und kulturelle Lebenswelten als pädagogische Ressource“. Workshopleitungen: Susanne Wittenberg-Tschirch, Religions- und Reformpädagogin im interreligiösen Kontext, Familientherapeutin und Mediatorin; Julia Geffke, Kindheitspädagogin, Kitaleitung der eventus Kita „DieRotkehlchen“ und Fachpädagogin für interkulturelle und interreligiöse Bildung
Der Workshop „Was Familien mitbringen, zählt – Religiöse und kulturelle Lebenswelten als pädagogische Ressource“ verlief sehr erfolgreich und erreichte sein Ziel, die Teilnehmenden für kulturelle, biografische und religiöse Vielfalt zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie unterschiedliche Lebenswelten von Familien als wertvolle Ressource für die pädagogische Arbeit in der Kita wahrgenommen und aktiv einbezogen werden können.
Bereits die Gestaltung des Raumes mit mehrsprachigen Begrüßungen, Kinderrechte-Materialien, Sprachbildern sowie vielfältigen Anschauungsmaterialien wie mehrsprachigen Kinderbüchern, Familienpuppen und Willkommensmappen schuf eine offene und wertschätzende Atmosphäre. Durch eine mehrsprachige Begrüßung und eine Kennenlernmethode im Kugellager-Format kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch und tauschten sich über Namen, Herkunft, prägende Erfahrungen und internationale Bezüge in ihrem Umfeld aus.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Reflexion eigener Wahrnehmungen und Vorannahmen mithilfe der Methode „Die kulturelle Brille“. Übungen zum Perspektivwechsel verdeutlichten die Bedeutung von Empathie, Offenheit und Ambiguitätstoleranz im Umgang mit vielfältigen Familienkulturen.
Inhaltlich beschäftigten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Aspekten des Kita-Alltags, darunter kultur- und religionssensible Elterngespräche, Willkommenskultur und Eingewöhnung, Rituale und Feste, Sprache als Schlüssel zur Teilhabe, unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten sowie Geschlechtergerechtigkeit und Rollenbilder.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Austausch praktischer Erfahrungen. Im Rahmen eines World-Cafés zu den Themen Feste, Speisegewohnheiten, Sprache und „Eltern als Expert*innen“ wurden zahlreiche Ideen gesammelt, wie Familien aktiv in den Kita-Alltag eingebunden werden können. Weitere Anregungen entstanden bei einem Rundgang zu verschiedenen Themenstationen. Genannt wurden unter anderem Eltern- und Kinderpatenschaften, Elterncafés, Hausbesuche, mehrsprachiges Vorlesen und Singen, gemeinsames Kochen sowie die Beteiligung von Familien an Projekten und Aktionen.
Zur Unterstützung der weiteren Arbeit erhielten die Teilnehmenden umfangreiche Materialien, darunter mehrsprachige Willkommensmappen, einen interreligiösen Kalender, Literaturhinweise und weitere Praxismaterialien.
Die Teilnehmenden beteiligten sich engagiert, brachten zahlreiche Erfahrungen aus ihren Einrichtungen ein und bewerteten insbesondere den kollegialen Austausch als sehr bereichernd. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus. Hervorgehoben wurden die wertschätzende Atmosphäre, die Praxisnähe der Inhalte sowie die vielen konkreten Impulse für die tägliche Arbeit in der Kita.
WORKSHOP 3 „Vielfalt im Team – Interkulturelle und interreligiöse Zusammenarbeit in der Kita“. Workshopleitungen: Katja Demir, Kitaleitung der eventus Kita „Die Elstern“ und Fachpädagogin für interkulturelle und interreligiöse Bildung; Belgin Kaya, Bildungsmanagement für Qualitätsentwicklung
Im Rahmen des Workshops erarbeiteten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die Bedeutung von Vielfalt im Team sowie die Chancen und Herausforderungen interkultureller und interreligiöser Zusammenarbeit in Kindertageseinrichtungen. Zu Beginn erfolgte eine Einführung in das Thema, bei der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Erwartungen und Perspektiven einbringen konnten.
Anschließend wurde mithilfe der Ein-Schritt-Methode erarbeitet, wie Vielfalt im Team sichtbar gemacht werden kann. Die Teilnehmenden reflektierten die unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und religiösen Hintergründe innerhalb ihrer Teams und diskutierten deren Bedeutung für die pädagogische Arbeit.
Im weiteren Verlauf wurden die Themen Interkulturalität und Interreligiosität im pädagogischen Kontext behandelt. Dabei stand ein wertschätzender Umgang mit Vielfalt, die Anerkennung unterschiedlicher Lebenswelten sowie die professionelle Zusammenarbeit in vielfältigen Teams im Mittelpunkt.
In der Gruppenarbeitsphase setzten sich die Teilnehmenden mit den Teamphasen nach Tuckman auseinander. Die Ergebnisse wurden gemeinsam auf Flipcharts erarbeitet, visualisiert und anschließend im Plenum vorgestellt. Dabei wurden die einzelnen Phasen der Teamentwicklung analysiert und auf die Praxis in Kindertageseinrichtungen übertragen.
Durch das Familienspiel konnten die Teilnehmenden eigene Vorurteile, Annahmen und Sichtweisen bewusst wahrnehmen und reflektieren. Dies förderte den Perspektivwechsel sowie den Austausch über Diversität und Vielfalt im pädagogischen Alltag.
In der abschließenden Blitzlichtrunde wurden die Erkenntnisse aus allen Workshop-Schritten gemeinsam besprochen und reflektiert. Die Teilnehmenden tauschten ihre wichtigsten Lernerfahrungen aus und formulierten Anregungen für die praktische Umsetzung einer wertschätzenden interkulturellen und interreligiösen Zusammenarbeit im Kita-Alltag.
WORKSHOP 4 Was der Stadtteil alles kann – Sozialraum und Netzwerke als Schlüssel einer kultur- und religionssensiblen Pädagogik. Workshopleitungen: Ikhlas Iraqi, Kitaleitung der eventus Kita „Die Eisvögel“ und Fachpädagogin für interkulturelle und interreligiöse Bildung; Christine Klarer, Referentin für kultur- und religionssensible Bildung bei eventus Bildung
Der Workshop beschäftigte sich mit der Frage, wie Kitas kulturelle und religiöse Vielfalt von Kindern und Familien besser verstehen, wertschätzen und in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen können. Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass eine kultur- und religionssensible Pädagogik besonders dann gelingt, wenn Kitas die Lebenswelten von Familien im Sozialraum kennen und sich aktiv mit relevanten Akteur*innen vernetzen.
Zum Einstieg stellten sich die Teilnehmenden vor und formulierten ihre Erwartungen an den Workshop. Dabei entstand auf spielerische Weise bereits ein erstes „Netzwerk“: Ein Wollknäuel wurde von Person zu Person geworfen, sodass nach und nach ein Netz aus Verbindungen entstand. Die Übung verdeutlichte anschaulich, wie Netzwerkarbeit funktioniert und welche Herausforderungen damit verbunden sein können. Nicht immer erreichte die Wolle die gewünschte Person, manchmal verhedderte sie sich oder es entstanden Knoten, die zunächst gelöst werden mussten. Gemeinsam wurde darüber reflektiert, dass auch Netzwerkarbeit Zeit, Geduld und Ausdauer erfordert: Manchmal sind wichtige Ansprechpartner*innen schwer erreichbar, manchmal geraten Prozesse ins Stocken oder Missverständnisse müssen zunächst geklärt werden, bevor die Zusammenarbeit gelingen kann.
Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen über ihre Vorstellungen von Sozialraum und Netzwerkarbeit aus. Dabei entstand ganz unerwartet eine Sammlung an Netzwerk- und Kooperationspartnern, mit denen die Teilnehmenden bereits zusammenarbeiten.
Im Anschluss wurden die zentralen Grundlagen der Sozialraumorientierung und der Netzwerkarbeit als Input vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass der Sozialraum weit mehr umfasst als den unmittelbaren Standort einer Kita. Er beschreibt das gesamte Lebensumfeld von Kindern und Familien mit seinen sozialen, kulturellen, religiösen und institutionellen Angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, warum Sozialraum- und Netzwerkarbeit für eine kultur- und religionssensible Pädagogik von zentraler Bedeutung sind. Die Teilnehmenden erarbeiteten, dass kulturelle und religiöse Lebenswelten im Sozialraum gelebt werden und dort wichtige Ressourcen für die pädagogische Arbeit liegen. Durch die Zusammenarbeit mit Religionsgemeinschaften, Kulturvereinen, Familienzentren, Beratungsstellen, Stadtteilmüttern oder interkulturellen Initiativen können Kitas Familien besser erreichen, Vertrauen aufbauen und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen.
Zudem wurde gezeigt, wie mittels einer Sozialraumanalyse Einrichtungen die Bedarfe und Ressourcen ihres Umfeldes systematisch erfassen können. Ergänzend wurden konkrete Methoden der Netzwerkarbeit vorgestellt. Praxisbeispiele verdeutlichten, wie Kooperationen mit Schulen, Moscheegemeinden, Kirchengemeinden, Vereinen oder Beratungsstellen dazu beitragen können, Teilhabe zu fördern und kulturelle sowie religiöse Vielfalt wertzuschätzen.
In einer praxisorientierten Gruppenarbeit bearbeiteten die Teilnehmenden Fallbeispiele aus ihrem Arbeitsalltag. Gemeinsam identifizierten sie mögliche Netzwerkpartner, entwickelten Lösungsansätze und visualisierten ihre bestehenden Kooperationen auf einer Berlinkarte mit Fähnchen.
Zum Abschluss wurde in einer Blitzlichtrunde der Workshop ausgewertet, um die Ergebnisse im Plenum vorstellen zu können.
ABSCHLUSSPLENUM Wesentliche Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Workshops
Im Workshop 1 wurden konkrete Praxisideen entwickelt, um kulturelle und religiöse Vielfalt sichtbar zu machen. Als zentrale Herausforderung wurden Ängste und Unsicherheiten bei Eltern und Fachkräften benannt. Gleichzeitig wurde betont, dass die Vermittlung von Wissen über unterschiedliche Kulturen und Religionen als Teil des Bildungsauftrags der Kita verstanden werden muss.
Der Workshop 2 verdeutlichte die Bedeutung von Eltern als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt. Durch die Reflexion der eigenen „kulturellen Brille“ wurde sichtbar, wie stark Wahrnehmungen von der eigenen Sozialisation geprägt sind. Die Teilnehmenden entwickelten Ideen, wie Eltern ihre Ressourcen aktiv in den Kita-Alltag einbringen können. Als Schlüsselfaktor wurde eine wertschätzende Haltung der Fachkräfte hervorgehoben.
Im Workshop 3 standen die Zusammenarbeit und Entwicklung multiprofessioneller sowie kulturell vielfältiger Teams im Mittelpunkt. Anhand des Phasenmodells der Teamentwicklung wurde deutlich, dass erfolgreiche Zusammenarbeit Zeit, Orientierung, Konfliktfähigkeit und klare Rollen benötigt. Unterschiedliche Perspektiven können kreative Lösungen fördern, wenn Teams lernen, ihre eigene Vielfalt professionell zu nutzen, konstruktiv mit Unterschieden umzugehen und Konflikte als Entwicklungsmöglichkeiten sehen.
Der Workshop 4 zeigte die Bedeutung externer Unterstützungsstrukturen. Die Teilnehmenden sammelten zahlreiche vorhandene Netzwerke und Kooperationspartner. Deutlich wurde, dass viele Ressourcen bereits vorhanden sind, jedoch oft nicht ausreichend bekannt oder nicht für eine kultur- und religionssensible Pädagogik genutzt werden.
Zum Abschluss des Fachtags bedankte sich die Moderation bei allen Referierenden, Workshop-Leitungen und Teilnehmenden für ihr engagiertes Mitwirken. Hervorgehoben wurden die vielfältigen Impulse, der intensive Austausch sowie die gemeinsamen Erkenntnisse, die den Fachtag zu einer bereichernden Veranstaltung machten.
WORKSHOP 1 IM VIDEO
ABSCHLUSSPLENUM IM VIDEO
MARKT DER MÖGLICHKEITEN: WAS ES ZU ENTDECKEN GAB
Der Markt der Möglichkeiten lud mit Leseecke und unterschiedlichen Ständen zum Entdecken, Informieren und Austausch ein.
- Religionenkiste Religionen in der Kita sichtbar machen
- Leseecke Das Thema in Bilderbüchern
- Eventus-Mitmachaktionen Kultur- und Religionssensibilität trägerübergreifend gestalten
- Don Bosco Kartenset 44 Impulse und Methoden zur Umsetzung der kultur- und religionssensiblen Arbeit
- Don Bosco-Kamishibai-Karten Materialien und weitere Angebote des Verlags
- Aushänge zu religiösen und kulturellen Festen Informationen für Eltern
- Stadtteilmütter Kultur- und Religionsmittler*innen in der Kita
- Dolpäd Wenn Sprache Barriere ist
- House of One Drei Religionen – ein Haus
- Eventus Akademie Qualifizierung – wo und wie?
DER FACHTAG IN ZAHLEN
| Evaluationsthemen | trifft voll zu | trifft eher zu / teils – teils |
stimmt eher nicht zu |
|---|---|---|---|
| Inhalt und fachliche Impulse | |||
| Fachliche Relevanz | 88 % | 12 % | – |
| Vortragsgestaltung | 89 % | 11 % | – |
| Kompetenzerweiterung | 62 % | 37 % | 1 % |
| Impulse für die Praxis | 72 % | 28 % | – |
| Austausch und Beteiligung | |||
| Möglichkeit zu Austausch und Beteiligung | 65 % | 35 % | – |
| Wertschätzung | 95 % | 5 % | – |
| Vielfalt an Perspektiven | 83 % | 17 % | – |
| Workshop | |||
| Fachliche Relevanz | 78 % | 12 % | – |
| Theorie-Praxis-Bezug | 85 % | 15 % | – |
| Impulse und Anregungen für die Praxis | 85 % | 15 % | – |
| Rahmenbedingungen (Zufriedenheit) | |||
| Räumlichkeiten und Ablauf | 90 % | 10 % | – |
| Verpflegung | 95 % | 4 % | 1 % |
| Markt der Möglichkeiten | 65 % | 35 % | – |
Das Beste vom Tag
Der Fachtag wurde insgesamt als sehr gut organisiert, strukturiert und mit einer sehr wertschätzenden Atmosphäre wahrgenommen. Besonders positiv hervorgehoben wurden die fachlich spannenden Vorträge, die Podiumsdiskussion sowie die Workshops, die durch praxisnahe Methoden, neue Impulse und theoretische Grundlagen überzeugten. Der intensive Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und die vielfältigen Perspektiven wurden von vielen Teilnehmenden als besonders bereichernd erlebt. Darüber hinaus wurden einzelne inhaltliche Impulse – etwa der neue Begriff „Teilgabe“ neben „Teilhabe“ – als besonders wertvoll hervorgehoben.
Offene Wünsche
Die meisten Teilnehmenden zeigten sich mit den Inhalten des Fachtags zufrieden und nannten keine wesentlichen fehlenden Themen. Inhaltlich regten die Teilnehmenden an, Diversität noch breiter zu betrachten, insbesondere mit Blick auf Inklusion, sexuelle Vielfalt etc. Einzelne Rückmeldungen sprachen sich außerdem für die Beteiligung von Politikerinnen und Politikern aus, um die Diskussion um weitere Perspektiven zu ergänzen.
Themen für weitere Fachtage
Es besteht Interesse an den Bereichen Integration und Inklusion, Kommunikation, traumasensibles Arbeiten sowie Diskriminierung und Rassismus im Kita-Alltag. Mehrere Rückmeldungen regen an, einzelne Themen künftig vertiefend und spezifischer zu behandeln. Zudem wurde der Wunsch geäußert, die Perspektiven von Kindern – beispielsweise durch Beiträge von Kinderparlamenten – stärker einzubeziehen.
GEMEINSAM WEITERDENKEN: ZENTRALE HANDLUNGSPERSPEKTIVEN DES FACHTAGS
Aus den Vorträgen und dem fachlichen Austausch ergeben sich zentrale Thesen und Handlungsperspektiven, die auf drei Ebenen ansetzen: die konkrete pädagogische Praxis in den Kitas, die Aus- und Fortbildung pädagogischer Fachkräfte sowie die bildungspolitischen Rahmenbedingungen, unter denen pädagogische Arbeit stattfindet.
PÄDAGOGISCHE PRAXIS
- Bildungsgerechtigkeit beginnt mit Zugehörigkeit. Kinder können ihr Selbstbildungspotenzial nur dann entfalten, wenn ihre Sprache, Kultur, Religion und Familiengeschichte anerkannt werden. Diese Anerkennung stärkt ihre Identitätsentwicklung, ihr Selbstbild und bildet die Grundlage für Lernen und Exploration.
- Vielfalt ist pädagogische Normalität und eine Ressource für Bildungsprozesse. Pädagogisches Handeln muss die kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt von Kindern und Familien als selbstverständlichen Bestandteil des Kita-Alltags aufgreifen.
- Eine fragende Haltung ist die professionelle Antwort auf Superdiversität. Anstatt Familien aufgrund von Herkunft, Religion oder Sprache einzuordnen, braucht es echtes Interesse an ihren individuellen Lebenswelten.
- Kultur- und religionssensible Pädagogik schafft Begegnungsräume, in denen Kinder Vielfaltskompetenzen erwerben können.
- Kultur- und Religionssensibilität ist keine Zusatzaufgabe, sondern Querschnittsaufgabe.
- Familien sind Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelten. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit stärkt Vertrauen und ermöglicht es, kulturelle, sprachliche und religiöse Lebenswelten in der Kita sichtbar zu machen.
- Eine kultur- und religionssensible Kita öffnet sich nach außen und nutzt die Ressourcen des Sozialraums und bestehender Netzwerke.
AUS-, FORT- UND WEITERBILDUNG PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE
- Kultur- und Religionssensibilität muss als professionelle Kernkompetenz verstanden werden. Sie gehört zum fachlichen Selbstverständnis pädagogischer Fachkräfte und darf nicht vom persönlichen Interesse Einzelner abhängen.
- Fachkräfte benötigen Handlungssicherheit im Umgang mit Vielfalt. Kenntnisse zu Religionen, Mehrsprachigkeit, Diskriminierungsschutz und diversitätssensibler Pädagogik müssen fester Bestandteil von Aus-, Fort- und Weiterbildung sein.
- Vielfältige Teams benötigen gezielte Unterstützung. Teamprozesse, Konfliktfähigkeit, Perspektivwechsel und die konstruktive Nutzung von Vielfalt sollten fester Bestandteil von Qualifizierungsangeboten sein.
BILDUNGSPOLITISCHE EBENE
- Kultur- und religionssensible Pädagogik ist ein bildungspolitischer Auftrag und muss verbindlich in Bildungsplänen, Qualitätsstandards sowie in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte verankert werden.
- Bildungspolitik muss die Realität einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft anerkennen und kulturelle, religiöse sowie sprachliche Vielfalt als gesellschaftliche Normalität und Ressource in Bildungsstrukturen verankern.
- Kinder müssen stärker ins Zentrum politischer Entscheidungen rücken. Bildungspolitik sollte konsequent von ihren Bedürfnissen und Lebenslagen ausgehen.
- Kinder brauchen Zugehörigkeit statt Separation. Bildungsgerechtigkeit gelingt über Bildungsstrukturen, die gemeinsame Lern- und Erfahrungsräume fördern.
- Bildungsgerechtigkeit durch kultur- und religionssensibles Handeln ist eine gemeinsame Verantwortung. Sie gelingt nur durch das Zusammenspiel von Politik, Trägern, Bildungsinstitutionen, Fachkräften, Familien und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.
FORT- UND WEITERBILDUNG BEI EVENTUS BILDUNG
Der Fachtag hat sehr eindrücklich gezeigt: Kultur- und religionssensible Pädagogik muss als professionelle Kompetenz verstanden werden und ist zugleich bildungspolitischer Auftrag. Unsere Fortbildungsakademie begleitet Sie auf diesem Weg mit passgenauen Angeboten für einzelne Fachkräfte, Teams und Trägerverbünde.
Vertiefende Angebote zum Fachtagthema
- Zusatzqualifikation Fachpädagoge/in für kultur- und religionssensible Pädagogik
Tagesseminare oder Inhouseschulungen mit folgenden Schwerpunkten
- Seminar Diskriminierungsstrukturen erkennen und Alltagsrassismen begegnen
- Seminar Kultursensibler Umgang und Zusammenarbeit mit Eltern und Familien
- Teamtag Planspiel: „Convivencia in Cordoba“ / für Teamtage Auseinandersetzung mit sprachlicher Diskriminierung und Diversity
- Seminar „Von vegan bis halal!“ – Umgang mit Essen und Fasten in den Religionen
- Seminar Was feiert ihr denn da? – Familientraditionen in der KiTa sichtbar machen
- Seminar Theorie und Praxis der kultursensiblen Pädagogik
- Seminar Mehr Sprachen – mehr Wertschätzung – mehr Bildungsgerechtigkeit
- Seminar Vorurteilen und Rassismen auf der Spur – Wie geht Anti-Bias in der Kita?
- Fortbildungsreihe Mehr Handlungssicherheit im interkulturellen und interreligiösen Dialog II
Material für die pädagogische Praxis
Don Bosco Kartenset: Christine Klarer El-Wadia – Die interkulturelle Kita
Handlungssicher in der kultur- und religionssensiblen Arbeit: Das Kartenset „Die Kita als interkultureller Ort“ liefert kultur- und religionssensible Methoden für mehr Handlungssicherheit in der pädagogischen Praxis.
DANKSAGUNG
Der Fachtag wäre ohne das Engagement und die Unterstützung zahlreicher Menschen und Organisationen nicht möglich gewesen. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank.
Unser besonderer Dank gilt dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V., der die Durchführung des Fachtages durch seine Förderung ermöglicht hat.
Ebenso danken wir dem Deutschen Kitaverband – Bundesverband freier unabhängiger Träger von Kindertagesstätten e. V. sowie dem House of One für ihre wertvolle Unterstützung und Begleitung der Veranstaltung.
Dem VKU Forum danken wir herzlich für die Gastfreundschaft und die Bereitstellung der Räumlichkeiten, die einen gelungenen Rahmen für den fachlichen Austausch geschaffen haben.
Unser großer Dank gilt allen Referent*innen, die mit ihrer Expertise, ihren Impulsen und Erfahrungen wesentliche Beiträge zum Gelingen des Fachtages geleistet haben. Ebenso danken wir der Moderatorin für die professionelle Begleitung durch das Programm sowie den Podiumsgästen für die anregenden Diskussionen und vielfältigen Perspektiven.
Den Workshopleitungen danken wir für die praxisnahen Angebote, die intensive fachliche Arbeit und den offenen Austausch mit den Teilnehmenden.
Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Organisationsteam, das mit großem Engagement die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Fachtages verantwortet hat, sowie dem Technikteam, das für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte.
Nicht zuletzt bedanken wir uns bei allen Teilnehmenden für ihr Interesse, ihre Beiträge und die lebendigen Diskussionen. Ihr Engagement und Ihre Erfahrungen haben diesen Fachtag zu einem wertvollen Ort des Austauschs und der Vernetzung gemacht.
FOTOGALERIE: EINDRÜCKE VOM FACHTAG